Das Narrenbaumstellen

Das Narrenbaumstellen..

Dieser Brauch, der nachweisbar seit 1936 besteht, (vermutlich aber älter ist)  ist ureigene Aufgabe des Jungelferrates, quasi der Nachwuchsorganisation des Zunftrats.

Der Narrenbaum (bis zu 25 m hoch) wird am Freitag vor dem „Gumpigen“ im Stadtwald gefällt. Am Morgen des „Gumpigen“ wird er dann auf ein altes von Pferden gezogenes Langholzfahrzeug verladen und durch die Stadt zur Hochstatt gefahren. Begleitet wird er von närrischen Zimmerleuten und Landvermessern, die immer wieder umständlich ausmessen, ob der Baum auch um die nächste Straßenbiegung gefahren werden kann.

Von Zeit zu Zeit hält das Gefährt, der Zimmermeister besteigt den Wagen und verliest eine närrische Begebenheit des vergangenen Jahres, wobei der „Delinquent“ vorgeführt wird. Dann erhält der Betroffene als Auszeichnung für seinen Narrenstreich eine ca. 5 cm dicke Scheibe, die vom Narrenbaum heruntergesägt wird, um den Hals gehängt. Auf der Hochstatt angekommen wird dann gegen 11 Uhr der Narrenbaum von den Zimmerleuten geschmückt und aufgestellt.